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Donnerstag, 5. Juli 2012

Ein neuer Rollstuhl ?

Derzeit überlegen wir wie es in Zukunft in Sachen Rollstuhl weiter gehen soll. Durch die stetig steigende monatliche Kilometerleistung bekommt leider der e-Fix zunehmend Verschleiß-Probleme. Dazu kommt die Höchstgeschwindigkeit von 6 km/h die auf längeren Strecken etwas hinderlich ist.

Am kommenden Samstag bekommt Nicole einen Meyra Optimus 2 als Testfahrzeug für mehrere Tage. Das ist ein Straßen-Rolli mit Federung, 15 km/h Höchstgeschwindigkeit und bis zu 75 km Reichweite. Allerdings hat er im Gegensatz zum e-Fix (Vorderräder gelenkt) die Lenkung auf der Hinterachse. Dadurch ergibt sich ein stark verändertes Fahrverhalten. Mal sehen ob Nicole damit klar kommt.

Für uns ergeben sich durch einen Straßenrolli verschiedene Nachteile :
1.) Der Rollstuhl kann nicht mehr mit einem beliebigen Auto transportiert werden. Es ist mind. ein Kombi mit relativ hohem Dach nötig.
2.) Eine Verladung des Rollstuhls ist nicht mehr ohne Hilfsmittel möglich.
3.) Bei Pannen oder leerem Akku kann der Rolli nur noch auf ganz kurzen Strecken geschoben werden.

Dem gegenüber stehen die Vorteile :
1.) Besseres Fahrverhalten auf schlechten Weg-Belägen (Stichwort Federung).
2.) Wesentlich größere Reichweite.
3.) Eine mehr als doppelt so hohe Höchstgeschwindigkeit die auch längere Strecken möglich macht.
4.) Bei 12 bis 15 km/h wäre es sogar möglich das ich mit dem Fahrrad fahre und Nicole mithalten kann.
5.) Größere Tragfähigkeit des Fahrgestells.

Die eigentliche Entscheidung wird im November/Dezember fallen. Dann wird eine neue Fallpauschale fällig die diesen Umstieg überhaupt erst möglich machen würde. Bis dahin werden wir noch in Ruhe überlegen ob dieser Weg in die richtige Richtung führt. Mit in diese Überlegungen spielt auch das wir im Februar/März eh ein neues Auto brauchen. Dieses neue Auto müsste dann natürlich an der Erfordernisse des neuen Rollis angepasst werden. Denn in einen normalen Pkw Kombi lässt sich der Straßenrolli leider nicht verladen.

Ab Sonntag gibt es auch ein paar Bilder in diesem Beitrag.
Und wenn der neue Rolli hier ist wird es auch neue Beiträge auf der Rolli-Basteln-Seite geben. Versprochen !

Montag, 2. August 2010

Basteln am Rolli für Anfänger (Teil 3) : der Zusatzakku

Die Reichweite eines Alber e-fix ist mit 12 km (Serienakku) bzw. 18 km (verstärkter Akku) schon ganz ordentlich. Sie reicht aber in einigen Fällen nicht aus. Zoo-Besuche sind z.B. so ein Problem. Die Reichweite ist für einen ganzen Tag im Zoo selbst bei verstärkten Akku viel zu gering. Da man am Rolli (Eigentum des Sanitätshauses !) keine größeren Umbauten vornehmen darf bleibt eigentlich nur die Möglichkeit einen zweiten Akku zu nutzen. Den will man natürlich nicht von Hand transportieren. Schließlich ist das Teil nicht leicht. Also haben wir hinten unter dem Sitz des Rollis eine zweite Akkutasche aufgehängt. Hier kann bei Bedarf ein zweiter Akku (12 Ah, Reichweite 12 km) mitgeführt werden. Ist der erste Akku leer kann man einfach die Schnittstelle abziehen und mit einem Adapterstecker das Kabel des zweiten Akkus anschließen. Und schon fährt er wieder ...

Er fährt ... und fährt ... und fährt ... und fährt ... bis zu 36 km (oder 6 Stunden Vollgas) weit, bei Verwendung von einem 18 Ah Fahrzeugakku und einem 18 Ah Zusatzakku. Unser Rolli hat nach dem Umbau (18 Ah + 12 Ah) eine Reichweite von 30 km (bzw. 5 Stunden Vollgas).

 (Achtung : Zuladung des Rollstuhls beachten ! Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts auf eigene Gefahr ! Nachbauten geschehen auf eigene Gefahr, eine Haftung wird nicht übernommen !)


Nachtrag vom 12.9.2010 :

Seit gestern ist dieser Umbau bereits wieder Geschichte denn es geht noch besser !
Wir werden den Rolli auf eine moderne, neue Akkutechnologie umrüsten : LiFePo Akkuzellen. Dadurch wird das Eigengewicht des Rollis sinken obwohl die Reichweite auf fast schon brutale 40 km steigen wird. Das ist dann schon fast wie Strom aus der Steckdose. Mehr dazu in Kürze !

Freitag, 30. Juli 2010

Basteln am Rolli (Teil 1) : Die Rolli--Hunde- und Einkaufsbox



Als Tweety bei uns einzog stellte sich die Frage wie wir in kurzer Zeit den Hund an den Umgang mit dem Rollstuhl gewöhnen. Denn Nicole kann nur eine Hand benutzen, braucht diese aber zum fahren des E-Rollstuhls. In der gleichen Hand eine Hundeleine zu halten wäre mehr als gefährlich.

Eine ausgemusterte Postkiste wurde mit 2 Halterungen versehen so das sie vorne am Rollstuhl eingehängt werden kann. Damit Nicole aufstehen kann ist die Kiste wegschwenkbar ausgeführt.

So kann Tweety in der Stadt sicher auf dem Rollstuhl mitfahren, sie kann nicht getreten werden und das mitfahren in öffentlichen Verkehrsmitteln ist problemlos möglich.
Dazu kommt die Möglichkeit das man die Box (ohne das Sitzpolster) als Einkaufskiste nutzt. Es ist einfach nur praktisch wenn man alle Einkäufe einfach vor sich in der Box ablegen kann.

Wenn jemand diese praktische Box nachbauen möchte werde ich gerne Hilfestellung dabei geben. Es ist wirklich ganz einfach jeden normalen Aktivrollstuhl mit den nötigen Halterungen zu versehen. Bleibende Umbauten sind nicht nötig.

Alle Bilder können übrigens durch anklicken auf eine Breite von 1000 Pixel verkleinert werden. Für alle Bilder liegt das Urheberrecht bei Holger Meyer, Köln. Jede Form der Verwendung bedarf einer schriftlichen Genehmigung !

(Achtung : Zuladung des Rollstuhls beachten ! Überschreitung des zulässigen Gesamtgewichts auf eigene Gefahr ! Nachbauten geschehen auf eigene Gefahr, eine Haftung wird nicht übernommen !)
Eine Bauanleitung gibt es auf einer Extraseite.